Sie benötigen: eine Waschwanne, PET Flasche, 40°C warmes Wasser, fusselfreie Socke
Alle Fledermäuse stehen in Deutschland nicht nur unter besonderem Schutz, sondern sind zusätzlich streng geschützt. Das bedeutet für Sie als Finder einer hilfebedürftigen Fledermaus, dass die Entnahme des Tieres aus der freien Wildbahn der zuständigen Behörde gemeldet werden muss.
Hin und wieder werden bei Fledermäusen in Deutschland Tollwutviren festgestellt. Hier kann ein Nord- Süd Gefälle festgestellt werden (es gibt mehr positive Tiere im Norden als im Süden) ABER: Der oft verbreitete Mythos, dass der Mensch durch eine mit Tollwut infizierten Fledermaus angegriffen wird, weil diese durch das Virus aggresiv wurde, STIMMT NICHT! Hilfebedürftige Fledermäuse beißen nur zum Zwecke der Abwehr. Das heißt, dass man im direkten Umgang mit den Fledertieren bissfeste Handschuhe tragen sollte, da das Insektenfressergebiss der Fledermaus durchaus für Verletzungen sorgen und es somit theoretisch zur Übertragung des Tollwutvirus mittels Speichel kommen kann. Von Kot geht jedoch keine Gefahr aus. Für Hausbesitzer mit einem Fledermausquartier im eigenen Haus, beispielsweise im Dachstuhl, existiert keine erhöhte Gefahr der Ansteckung.
Immer wieder kommt es zu folgenschweren Störungen von Wildtieren durch illegale Partys, Erkundungstouren oder Fototouren in sogenannten "Lost places". Wildtiere benötigen gerade im Winter ruhige Rückzugsorte um z.B. Winterschlaf zu halten, so auch die heimischen Fledermäuse. Hierbei werden die Körperfunktionen auf ein Minimum heruntergefahren um die kalte Jahreszeit möglicht wenig Energie zu verbrauchen und erst mit steigenden Temperaturen und Nahrungsangebot im Frühjahr zu erwachen. Werden die Tiere während des Winterschlafes gestört, erwachen die Tiere zu früh und verbrauchen dabei möglicherweise so viel Energie, dass sie, ohne die Möglichkeit erneut Fettreserven durch Nahrung anlegen zu können, versterben. Auch viele Amphibien und Schmetterlinge sind von den Störungen betroffen.